Alles nur Spinnereien?

Alles wird von Robotern und Maschinen erledigt. Die Fabrikhallen sind leer, nur hier und da steht eine Fachkraft vor den Apparaturen, um die Prozesse zu überwachen und nötigenfalls einzuschreiten. Das ist ein Bild, das wohl in vielen Köpfen auftaucht, wenn sich das Thema um die digitale Zukunft dreht. Doch wird sich der Mensch tatsächlich wegrationalisieren? Wie wird die Zukunft aussehen? Die nächste Ausgabe des Lohnradars, die im Oktober erscheint, behandelt mit dem Lead-Thema «Visionen und Tendenzen» die aktuellen Entwicklungen – auch in der Elektrobranche. 

Wenn das Bild auch ein Stück Wahrheit transportiert, so sollte man die Zukunft nicht gar so düster malen. Es gibt und wird auch in Zukunft vermehrt solche Fabrikationsbetriebe geben, in denen zuvor etliche Mitarbeiter vor allem Fliessbandarbeit erledigten. Doch es wird immer Menschen brauchen, die Maschinen entwickeln, Szenarien erdenken oder Servicearbeiten ausführen. An einer ähnlichen Schwelle der Entwicklung standen die Menschen schon einige Male. Die Industrialisierung brachte beispielsweise einschneidende Veränderungen, genauso wie die Einführung von Autos zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Die Kunst dürfte in Zukunft insbesondere darin liegen, den Fokus nicht aus den Augen zu verlieren, dass die Entwicklungen zugunsten der Menschen und nicht zu ihren Lasten geht. Es werden etliche Herausforderungen zu meistern sein und heute vor allem jene, das Thema «digitale Transformation» überhaupt erst in Angriff zu nehmen!

Die Digitalisierung ist schon längst erfolgt

Die Digitalisierung an sich ist schon seit einiger Zeit erfolgt, denn wir bewegen uns schon einige Zeit im digitalen Umfeld. Handy, Computer, Tablets und vieles mehr gehören heute genauso zum Alltag wie die elektronische Zeitschrift oder Einkaufsmöglichkeiten. Was heute ansteht, ist der entsprechende kulturelle Wandel. Die aktuellen «digitalen Entwicklungen» insbesondere im Arbeitsmarkt deuten darauf hin, dass es nicht mehr ausreichen wird, ein Jobangebot lediglich elektronisch in Jobportals auszuschreiben! Prof. Dr. Andrea Belliger (Sozial- und Kommunikationswissenschaftlerin) berichtet in ihrem Hauptartikel des Lohnradars (erscheint im Oktober) über fundierte Entwicklungen und zeigt entsprechende Szenarien auf.

Aktuell ergibt sich ein etwas gespaltenes Bild in der Elektrobranche: Einerseits berichten die Medien über Fachkräftemangel, den demografischen Wandel und schwierigen Arbeitsmarktverhältnissen. Andererseits erkennt man in der Branche jedoch noch kaum Bewegung. Herrscht also viel Wirbel um nichts? …oder droht irgendwann ein böses Erwachen, weil man in der Alltagshektik verpasst hat, sich rechtzeitig zu informieren und neue Strategien zu entwickeln? Es lohnt sich, sich hier und da ein Time-out zu nehmen, um über die individuelle Situation und Zukunft nachzudenken. Denkanstösse finden Sie im nächsten Lohnradar, den Sie im Oktober als Mitglied automatisch zugestellt bekommen oder auch hier in unserem Blog.

Es liegt in unseren Händen, ob sich die Digitalisierung als «Fluch oder Segen» für die Menschheit entwickelt.

Bild: Alex Knight, unsplash.com

 

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