Future of Work

Im Zug der technologischen Entwicklungen werden kognitive Fähigkeiten immer wichtiger. Aufgaben, die früher von Menschen ausgeführt wurden, werden vermehrt von Robotern übernommen. Laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) sollen schon 2025 Maschinen mehr Arbeitsstunden leisten als Menschen. Dies führt zu einer wachsenden Verunsicherung und Besorgnis. Wie werden die Auswirkungen auf Arbeitsplätze und die daraus resultierenden Risiken für Regierungen, Wirtschaft und Arbeitnehmer sein? Darüber hinaus haben die Themen Globalisierung, Demografie, Klimawandel und geopolitische Veränderungen bereits einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitslandschaft. Es ist Zeit, dass Einzelpersonen, Unternehmen und Behörden den Übergang in eine neue Zukunft verstehen lernen und proaktiv gestalten können.

Das Projekt «Preparing for the Future of Work» des WEF zielt darauf ab, Klarheit in eine vielfach polarisierende und polemisierende Debatte über die Zukunft der Arbeit zu verschaffen. Dadurch wird verständliches, ausgewogenes und bereichsspezifisches Wissen verbreitet und es werden umsetzbare Erkenntnisse entwickelt. Durch das Projekt erhalten Unternehmen und Regierungen Unterstützung, diese dramatischen Veränderungen zu bewältigen. Dem Verlust vieler Jobs steht jedoch auch die Tatsache gegenüber, dass es unzählige neue Jobs geben wird, für die heute kaum jemand qualifiziert ist. Neben den Unternehmen sind für diese Mammut-Aufgabe auch die Politiker und Staaten gefordert.

Gemäss der WEF Studie «Future of Jobs 2018» reicht das erlernte Wissen vielfach nicht mehr aus, um den neuen Aufgaben gerecht zu werden. Die Weiterbildung von Mitarbeitenden gehört demnach zu den Hauptaufgaben der Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Weise gemanagte Transformation kann zu einer Ära guter Jobs und verbesserter Lebensqualität für alle führen. Wenn dieser Wandel jedoch nachlässig behandelt wird, öffnet sich die Schere zwischen den Ausbildungsstufen und fördert die Polarisierung.

Die vierte industrielle Revolution wird höhere Levels der Produktionseffizienz und des Konsums mit sich bringen. Sie wird aber auch neue Marktzugänge erlauben. Dies wird unweigerlich zu einem weltweiten Kundenverständnis führen. Unternehmer sind aufgefordert, ihre Mitarbeiterstrategien neu zu definieren und entsprechend auszurichten, um diese Herausforderungen anzugehen. Die Resultate der Studie unterstützen mit ihren Schlüsselaussagen produktives Handeln.

Schlüsselaussagen:

Treiber des Wandels: Die vier spezifischen technologischen Fortschritte allgegenwärtiger High-Speed-Mobilfunk, künstliche Intelligenz, weitverbreitete Big Data-Analytik und Cloud-Technologien werden die Jahre 2018 – 2022 dominieren, um ein positives Geschäftswachstum voranzutreiben. Sie werden flankiert von einer Reihe sozioökonomischer Trends, die die Geschäftsmöglichkeiten parallel zur Verbreitung neuer Technologien fördern, z.B. nationale gesellschaftliche oder gesamtwirtschaftliche Entwicklungspfade (Wirtschaftswachstums-Trajektorien), die Ausdehnung des Bildungswesens der Mittelschicht, insbesondere in Entwicklungsländern, und den Übergang zu einer «grünen Weltwirtschaft» durch Fortschritte bei neuen Energietechnologien. Das geschieht auf unterschiedliche Weise:

1. Futures of Work-Szenarien und ihre Auswirkungen

Entwicklung von potenziellen, aber realistischen Zukunftsvisionen, die aufzeigen, wie das Arbeitsumfeld unter verschiedenen Faktoren und politischen Entscheidungen aussehen könnte. Diese Szenarien helfen auch, die weiteren Aktivitäten dieses Projekts zu gestalten.

2. Umschulung und Weiterbildung

Vorschlag für Umschulungsmöglichkeiten von Mitarbeitenden in gefährdeten Industrien und Jobs zur Transformation in aussichtsreiche Aufgaben in wachsenden Industrien. Die Zusammenarbeit mit zahlreichen Datenanbietern, um eine realistische und fokussierte Sicht auf Umschulungen und Weiterbildungen zu ermöglichen.

3. Roadmaps für Industrie und politische Entscheidungsträger

Leitlinien für Branchenführer und politische Entscheidungsträger zur Steuerung des Übergangs in die neue Arbeitswelt. Zu den Roadmaps gehören Branchen- und Länderprofile, die aus dem Bericht über die Zukunft von Jobs abgeleitet wurden, die Darstellung tragfähiger Übergangsmöglichkeiten zur Beschäftigung durch die Industrie, eine Überprüfung der besten Möglichkeiten für die Umschulung und verantwortungsvolle Verschiebung von Arbeitskräften in andere Bereiche sowie Empfehlungen für den Übergang in eine neue Arbeitswelt.

4. Massnahmen auf Branchenebene

Zur Vorbereitung auf «the future of work» (Zukunft der Arbeit) wird ein Netzwerk von brancheninternen Arbeitsgruppen eingerichtet. Jede Arbeitsgruppe wird Führungskräfte aus den einzelnen Branchen zusammenbringen, um die Zukunftssicherheit des Workforce Managements im Einklang mit der gemeinsamen Agenda in den Roadmaps der Branche zu beschleunigen.

the-future-of-jobs-report-2018-positive-negative-impacts

Electrosuisse Lohnradar, Studie über die Arbeitswelt in der Elektrotechnik- und Energiebranche (Magazin, Shop)

Alles nur Spinnereien? (Blog)

Kompromisse statt «Perfect Match»? (Blog)

 

The Future Of Work | German Ramirez | DisruptHR Talks from DisruptHR

 

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