«Ohne elektrischen Strom läuft nichts»

Am 8. November war wieder nationaler Zukunftstag. Auch dieses Jahr brachten unsere Mitarbeiter ihre wissbegierigen Jugendlichen mit in unseren Hauptsitz nach Fehraltorf.

Blick hinter die Kulissen

Insgesamt acht Kinder der 5. bis 7. Klasse nutzten die Gelegenheit, Einblick in den Geschäftsalltag ihrer Eltern zu erhalten und dabei auch einiges über Elektrizität zu erfahren. Mit einem gemeinsamen «Znüni» startete der Tag. Anschliessend zeigte ein Video die Entstehungsgeschichte der Elektrizität sowie die Gründung vom Fachverband SEV, bzw. heute Electrosuisse vor 129 Jahren auf. Das obligatorische Gruppenfoto durfte natürlich nicht fehlen:

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Gefreut haben sich alle auf den Zukunftstag, egal ob man den ganzen Tag bei Mama oder Papa auf der Arbeit sein durfte oder weil dies ein schulfreier Tag war.

Risiko Elektrizität – die Gefahren werden oft unterschätzt

Wie wichtig der sichere Umgang mit elektrischem Strom ist, zeigte der Leiter Kalibrierung von Eurofins den Kindern beim Laborrundgang. Er demonstrierte eindrucksvoll, wie (schnell) man Dinge mit Strom in Brand setzt. Dazu wurde auf einem Legobaustein mit einigen Tropfen Wasser und 1000 Volt Spannung ein sogenannter Kriechstrom erzeugt. Bereits nach weniger als zwei Minuten hatte der Kriechstrom das Lego in Brand gesetzt. Abschliessend wurde an einem mit Alufolie eingewickeltem Gehäuse ein Hochdruck Wassertest (IPx9k) demonstriert. Während des Testes mussten sich die Kinder die Ohren zuhalten. Eindrücklich, wie zerfetzt die Alufolie nach dem Test war. Danach war die Bedeutung der Schutzart IP68 allen verständlich.

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Anschliessend erklärte ein Inspektor des Starkstrominspektorats ESTI den Kindern, worauf es beim sicheren Umgang mit Elektrizität ankommt.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es für den Nachwuchs ausreichend Zeit, den Arbeitsalltag der Eltern kennenzulernen. Dabei reichten die Aufgaben von Computerrecherche über Interviews und die Erstellung von Videos hin zu Vor-Ort-Inspektionen eines Strassentunnels und mehr.

Um den Zukunftstag medial zu begleiten, bekam das Marketing-Team Unterstützung von Regina aus der 7. Klasse. Als «Digital-Native» bereitete sie Interviewfragen vor, führte die Interviews mit den Kindern, filmte und bereitete den Rohschnitt für das Video vor.

…und dann gab es einen lauten Knall

Vier Kinder durften ihre Eltern auf externen Inspektionen begleiten. Einer davon war Jannis Plattner. Nach professioneller Einwelectrosuisse-zukunftstag2018-05eisung und ausgestattet mit einer Sicherheitsweste ging es Richtung Walensee. Die Leistungsschalter der Tunnel «Fratten» und «Hof» mussten überprüft werden. Der Strom wurde abgestellt, damit die Prüfarbeiten beginnen konnten. Nach Abschluss wurde der elektrische Strom wieder angestellt. Mit einem «lauten Knall» liess sich der revidierte Leistungsschalter wieder einschalten. Nachdem der Inspektor alles erneut überprüft hatte, funktionierte alles wieder ordnungsgemäss. Während der nächsten Durchreise dieser Tunnel, dürfte Jannis einen etwas anderen Bezug zu diesem Strassenabschnitten bekommen haben. Neben dem Laborrundgang war dies eine sehr eindrückliche Demonstration, was so alles mit elektrischem Strom passieren kann.

 

Was hast du gelernt?
…dass man grundsätzlich aufpassen soll, wenn man mit elektrischem Strom hantiert
…dass elektrische Geräte ausgesteckt sind, da man sonst einen Stromschlag bekommen kann
… dass man nichts anfassen soll, was unter Strom steht

 

Zum Zvieri erzählten die Kinder noch einmal von den Erlebnissen des Tages und was ihnen am besten gefallen hat:

-    Das mit dem Explodieren im Labor.
-    Mir hat alles gefallen.
-    Labore, wenn dort Experimente gemacht werden
-    Als sie den Strom in den Tunneln Hof und Fratten ab- und angestellt haben und dass nicht alles gleich wieder funktioniert hat
-    Die Interviews zu führen

 

Bis zum nächsten Mal

Am Ende des Tages haben die Jugendlichen eine Vorstellung vom Berufsalltag ihrer Eltern bekommen und Eindrücke von der faszinierenden Welt der Elektrizität mitgenommen.

Das Electrosuisse-Team freut sich auf den nächsten Zukunftstag vom 14. November 2019. Geplant sind weitere Programmpunkte, unter anderem zum Thema Elektromobilität.

 

Bilanz nationaler Zukunftstag 2018
Insgesamt wurden 6600 Projektplätze für den nationalen Zukunftstag angeboten; 1030 Betriebe, Fach- und Hochschulen führten ein Spezialprojekt durch. 2850 Unternehmen registrierten sich beim Grundprogramm, luden die Kinder von Mitarbeitenden ein und engagierten sich für den beruflichen Nachwuchs. Da die Registrierung fakultativ ist, dürfte die effektive Zahl der engagierten Unternehmen sogar noch um einiges höher liegen.  Angebote Kanton Zürich

Weitere Informationen

Unfallstatistik ESTI
SUVA Website zum Thema Elektrizität

 

Bildquelle: key visual Nationaler Zukunftstag

 

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