Betriebselektriker-Tagung 2019 – behind the scenes

Es ist Zeit für den Abgleich mit der Regie von Licht, Ton und Kamera. Die ersten Referenten treffen bereits ein. Ein letzter Check der Folienpräsentation und der eingebetteten Tonsequenzen ist wichtig. Auch die Lautstärke muss noch reguliert werden; ein ständiges Austauschen mit der Technik-Crew.

«Wenn man weiss, dass heute 600 Personen an unsere Veranstaltung kommen und am Morgen im Saal noch nichts aufgebaut ist, dann ist man schon etwas nervös. Aber wenn die Bilder auf der Leinwand erscheinen und im Referat von Herr Caplazi die Kurzschlüsse knallen, dann ist alles im grünen Bereich.»
Hanspeter Carli, Technikverantwortlicher, Electrosuisse

Die Technik ist ein wichtiger Teil einer Tagung, der kulinarische ein weiterer. So bereitet das Serviceteam des Kursaals Bern in der Zwischenzeit den Begrüssungskaffee vor. Es duftet wunderbar nach frischen Croissants. Schon treffen die ersten Gäste ein. Unsere Berner Regionalleiter stehen an vorderster Front und begrüssen die Teilnehmer persönlich. Sie kennen viele durch ihre langjährige Zusammenarbeit aus ihrer Inspektionstätigkeit. Überhaupt: Man kennt sich, denn viele Betriebselektriker kommen jedes Jahr an unsere Veranstaltungen.

Es gibt viel zu entdecken

Die Teilnehmer nutzen die Zeit vor dem Veranstaltungsbeginn, um bei den Ausstellern vorbeizuschauen und sich die neusten Produkte und Angebote zeigen zu lassen. Es wurden viele Materialkisten angeschleppt, bis die zahlreichen Aussteller ihr Material präsentieren konnten. Messgeräte, Arbeitsjacken und Helme, Systeme und Komponenten können angeschaut und ausprobiert werden. Die Aussteller haben alle Hände voll zu tun, alle Fragen zu beantworten.

Demnächst ruft der Gong zur Tagung. Die Regie ist bereit, der Moderator und die Referenten sind mit Mikrofonen ausgestattet. Die Teilnehmer füllen den Saal. Es werden heute 550 Gäste erwartet. Der Anlass in Bern gehört zu unseren grösseren Tagungen. Alle sind bereit und das Programm beginnt.

«Behind the scenes»

Für unser Video «Behind the scenes» dürfen wir mit Diana Riede, Leiterin Bankett, den Köchen des Kursaals Bern exklusiv über die Schultern schauen. Wir bekommen eine Führung, was uns sehr freut. Vorbei am sogenannten «Affenkäfig», dem vergitterten Lagerort für die Getränke des Casinos Bern, gehen wir im Eilschritt durch die Gänge und haben schon bald jede Orientierung verloren. Kühlräume für Getränke, stapelweise Körbe und Tischtücher – alles fein säuberlich aufgereiht und bereit für den Einsatz. In der Wäscherei wird fleissig gebügelt. Hosen, Jacken für die Crew und Tischtücher liegen sauber gefaltet und aufgehängt bereit. Wir erreichen den Bereitstellungsraum. Am Whiteboard sind die Aufträge gut ersichtlich. Hier wird der Tagesablauf am Morgen mit dem Team besprochen. Jeder weiss, wer, wie und wo eingesetzt ist. Heute werden 600 Mittagessen an unsere Betriebselektriker und Referenten herausgegeben. André Gammeter, verantwortlicher Küchenchef meint dazu:

«Das Wichtigste ist eine gute Koordination und Synergiennutzung der verschiedenen Anlässe. Dann ist ein Anlass mit 600 Personen keine besonders grosse Herausforderung mehr für uns. Für heute haben wir eine Crew von 28 Personen bereitgestellt. Der Kursaal Bern ist für viel grössere Events ausgelegt. Wir könnten bis zu 3000 Gäste betreuen.

Küchenchef André Gammeter zeigt uns die Hauptküche, d.h.«die warme Küche». Weiter hinten befindet sich «die kalte Küche». Dort werden die Vorspeisen vorbereitet. Für heute steht ein Mini-Lattichsalat, dazu Poulet-Saltimbocca und ein Dessertbuffet auf dem Plan.

Im Saal wird gerade der Jet-Pilot Oliver Fischer angekündet. Er freut sich schon auf sein Referat und wird von Peter Bryner, dem Tagungsleiter, begrüsst. Die erste Frage an Oliver Fischer lautet, ob er wohl sportlich sei? Und ob! Fischer läuft Triathlon Langdistanz (Ironman) und hat dafür sogar die WM-Qualifikation für Hawai erreicht. Im Hintergrund hat Aron, unser Kameramann alles im Blick, was auf der Bühne läuft. Er sorgt für die reibungslose Videoprojektion auf der Leinwand.

Die vielen Tische für das Mittagessen sind nun bereit. Die Verantwortlichen haben inzwischen ihre Entourage im Panoramasaal versammelt. Als erstes werden die Salate bereitgestellt. Damit alle 600 Gäste gleichzeitig essen können, muss nun alles schnell gehen. Jeder weiss, was zu tun ist, vom Teller bereitstellen bis zum Service. Für die warmen Gerichte wartet der Küchenchef die Freigabe von der Bankettleiterin ab.

«Noch 3 Minuten!» informiert er seine Crew.

Erst wenn das «Go» da ist, wird gestartet. Ein minuziöser Ablauf, jeder Handgriff sitzt. Erst wenn alle 600 Gäste verköstigt sind, wird es etwas ruhiger. Die Aufräumarbeiten in der Küche haben längst begonnen, noch bevor der letzte Teller leer gegessen wurde.

Die Aussteller freuen sich, dass die Teilnehmer nach dem Essen die Zeit nochmals nutzen, um Fragen zu stellen. Das Programm läuft und alles klappt hervorragend. Damit ein solcher Anlass zum Erfolg wird, braucht es ein gutes Team im Hintergrund und viel Planungsaufwand im Vorfeld. Alle, sei es «an der Front» oder im Hintergrund, haben ihren Teil zum guten Gelingen beigetragen. Nicht zuletzt leisten auch die Teilnehmer und Aussteller einen wesentlichen Beitrag zur guten Stimmung, damit eine solche Veranstaltung «als ein Erfolg für alle» gewertet werden kann. Wir freuen uns heute schon, Sie im nächsten Jahr wieder begrüssen zu begrüssen und auf eine so tolle Crew zählen zu dürfen.

 

Veranstaltungshinweise

Informationstagung für Betriebselektriker, Luzern, 2., 3. oder 4. April 2019
StromerTAGE, div. Orte, April - Juni 2019
Informationsveranstaltungen zur NIN 2020, div. Orte, August + September 2019
Elektroplanertag – Wissen. Planen. Realisieren, Brugg-Windisch, 28. Januar 2020

 

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StromerTAGE 2019: Weniger Theorie – mehr Praxis (Blog)

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Autorin: Melanie Knecht, Electrosuisse 
Bildmaterial: Electrosuisse

 

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