E-Mobilität bei Elektrikern

Wer sich in diesen Tagen bei Elektrikern zur aktuellen Auftragslage umhört, bekommt oft Antworten wie diese: «Es ist der Wahnsinn», «wir haben mehrere Anfragen pro Tag», «für die kommenden Monate sind wir komplett ausgebucht!». Und bei fast allen geht es um das gleiche Thema, den Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Befeuert vom steigenden Nachhaltigkeitsbewusstsein der Verbraucher, einer immer E-Auto-freundlicheren Gesetzgebung sowie konkreten Planungen etlicher Autohersteller, aus dem Geschäft mit fossilen Verbrennern komplett auszusteigen, erlebt die Elektromobilität einen Boom wie nie zuvor.

Die Herausforderung für Elektroinstallateure ist, für jeden Einzelfall die optimale, auf die Kundenanforderungen zugeschnittene Lösung zu finden, sowohl was die Kosten, die Systemarchitektur als auch die Energieeffizienz betrifft. Vor allem bei grösseren Installationen, etwa in Wohn- und Geschäftsimmobilien sowie für E-Auto-Flotten, ist eine ganzheitliche Lösung unabdingbar. Elektriker, die bereits Erfahrung mit dem Thema Ladeinfrastruktur gemacht haben, betonen, wie wichtig es ist, den Aufbau von Ladepunkten nicht isoliert zu betrachten: Manchmal ist ein begrenzter Netzanschluss der Knackpunkt. Andernorts soll eine PV-Anlage oder eine Speicherbatterie integriert werden oder es muss der schwankende Strombedarf von Grossverbrauchern am Standort berücksichtigt werden. Zudem gilt es, je nach Kundenanforderung passende Ladestationen mit den gewünschten Funktionalitäten zu finden. Und das alles, natürlich, so kostengünstig wie möglich. Systeme von der Stange kommen hierbei recht schnell an ihre Grenzen.

Ein ganzheitlich ausgelegtes, intelligentes System hingegen garantiert Unabhängigkeit, Modularität, Flexibilität, Skalierbarkeit sowie die Zukunftsfähigkeit der Ladelösung. Dies sind Schlagworte, mit denen sich The Mobility House zu einem führenden Anbieter für intelligente Ladelösungen entwickelt hat. Das Unternehmen unterstützt Partner und Kunden sowohl bei der Planung als auch dem Aufbau bis hin zum Betrieb der Ladeinfrastruktur. Das Technologieunternehmen wurde 2009 gegründet, mit dem Ziel, die Automobil- und Energiebranche zu verbinden und durch intelligente Lade- und Energielösungen Elektroautos effizient ins Stromnetz zu integrieren.

Ein flexibles, offenes und herstellerunabhängiges System garantiert Zukunftssicherheit

Für diesen Zweck hat The Mobility House das Lade- und Energiemanagementsystem ChargePilot entwickelt. Das System ist flexibel, herstellerunabhängig und verfügt über offene Schnittstellen. Per Open Charge Point Protocol (OCPP) - einem lizenzfreien, weltweit als Standard etablierten Kommunikationsprotokoll - lassen sich sowohl AC- wie auch DC-Ladestationen, welche vollumfänglich (gemäss Definition der Open Charge Alliance OCA) die Anforderungen nach OCPP 1.6 Jason oder höher erfüllen, ansteuern. Über Modbus lässt sie sich auch an ein Gebäudeenergiemanagementsystem koppeln, was die nachträgliche Einbindung in bestehende Installationen erleichtert. Eine ganzheitlich gedachte Ladelösung sollte auch mit Abrechnungssystemen verschiedener Anbieter, mit Backends der Autohersteller sowie mit Flottentools und weiteren Drittsystemen kommunizieren können.

Schon bei der Grundinstallation zeigt sich, wie vorteilhaft ein flexibles und modular ausgelegtes System ist, etwa wenn zur Vermeidung von Lastspitzen oder bei begrenzten Netzanschlussleistungen ein statisches oder dynamisches Lastmanagement erforderlich ist oder wenn Parkplätze an einem Standort nicht sofort komplett, sondern schrittweise mit Ladestationen ausgestattet werden sollen. Dabei sollte stets sichergestellt sein, dass die Anforderungen der Netzbetreiber ebenfalls erfüllt werden, die beispielsweise einen Lastabwurf gemäss der Werkvorschriften Schweiz (WV-CH) vorsehen. Auch dafür sollte eine nachhaltige Lösung mit einer entsprechenden Schnittstelle ausgestattet sein.

Interessant für Elektroinstallationsunternehmen ist zudem, dass sie mit einer offenen Lösung die Ladeinfrastruktur bei ihren Kunden selbst verwalten und beispielsweise die Abrechnungen übernehmen könnten. Hilfreich ist ausserdem, wenn der Technologiepartner bzw. Hard- und Softwareanbieter einen technischen Support im laufenden Betrieb anbietet, der zum Beispiel eine aktive, 24/7-Systemüberwachung beinhaltet. Dies gewährt den Kunden einerseits eine maximale Verfügbarkeit des Ladesystems. Andererseits sind in vielen Fällen deshalb bei Störfällen Fahrten zum Kunden unnötig, da kleinere Fehler aus der Ferne diagnostiziert und behoben werden können.

Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Je nach Anforderungen bei Kundenprojekten sind verschiedene Modelle der Zusammenarbeit mit einem Partner gewünscht. Viele Projekte setzen Elektriker komplett in Eigenregie um und beziehen lediglich Hard- und Software von ihrem Partner. Manchmal ist jedoch auch gefordert, dass ein Partner die komplette Projektkoordination gegenüber dem Kunden übernimmt und sich der Elektriker auf die Realisierung der Ladelösung vor Ort fokussiert. Und manchmal ist es einfach nur praktisch, wenn ein Partner auch als Grosshändler auftritt und sich Elektroinstallationsunternehmen im Webshop günstig und kurzfristig aus dem breiten Sortiment versorgen können, etwa wenn ein Kunde gerne diese eine ganz bestimmte Wallbox haben möchte.

The Mobility House verfügt über eine Expertise im Bereich E-Mobility, von der auch Elektroinstallationsunternehmen profitieren können. Mehr als 1000 Installateure arbeiten bereits mit dem Unternehmen zusammen: «Die Partnerschaft zwischen uns und ist eine Win-Win-Situation», sagen viele Elektriker. Zudem wird der Funktionsumfang des ChargePilot in Abhängigkeit der Markt- und Kundenanforderungen stetig weiterentwickelt. Die Ladeinfrastruktur bei den Kunden ist somit auch in Zukunft technologisch immer auf dem neuesten Stand.

Durch den Einsatz eines übergeordneten, neutralen bzw. auf offenen Schnittstellen basierenden Lade- und Energiemanagementsystems, welches im Rahmen eines Software-as-a-Service-Ansatzes (SaaS) mit maximalen Verfügbarkeitsansprüchen betrieben wird, können sich Elektrounternehmen also voll auf ihre Kernkompetenzen fokussieren. Kurz: Der «Wahnsinn» Elektromobilität ist mit dem richtigen Partner und einer cleveren Hard- und Softwarelösung wesentlich entspannter zu meistern.

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