Elektromobilität selbst er-fahren

Über Elektromobilität hört und liest man viel, mit einem Elektroauto gefahren sind jedoch erst wenige. Jedes Jahr organisiert e’mobile gemeinsam mit lokalen Behörden, Unternehmen und E-Fahrzeuganbieter kostenlose Probefahrten mit Beratung rund ums Thema in verschiedenen Schweizer Energiestädten. An den öffentlichen Veranstaltungen bringen sie dem interessierten Publikum die Elektromobilität näher. Am 25. August fand der Anlass «Elektromobilität und Solarstrom» in Hünenberg statt. Obwohl das Wetter eher trüb war, fanden in Hünenberg 136 Probefahrten statt.

e’mobile Driving Experience

Zahlreiche Aussteller aus der Region präsentierten ihre Fahrzeuge. Das Angebot für Probefahrten reichte vom Elektroscooter über elektrische Golf-Caddies, Plug-in Hybridfahrzeugen bis hin zu alltagstauglichen Elektrofahrzeugen mit hoher Leistung und Reichweite. Das erste Mal mit dabei war auch die neue Mobilitätslösung der SBB, die «SBB Green Class».

Experten beantworten Fragen

Neben dem Probefahren der verschiedenen Modelle standen Experten aus den Bereichen Elektromobilität und Solarstrom den ganzen Tag für Auskünfte und spannende Gespräche bereit. Sie informierten dabei nicht nur über Elektrofahrzeuge, sondern standen auch für Fragen zu den Themen Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher, Ladestationen oder Solarmodule zur Verfügung. Während dem die Erwachsenen ihren Interessen eingehend nachkommen konnten, genossen die Kleinsten speziell auf sie abgestimmte Attraktionen. Eine Festwirtschaft als Treffpunkt und Gelegenheit sich auszutauschen, rundeten das Angebot ab.

SBB Green Class

Die SBB präsentierte in Hünenberg mit «SBB Green Class», ihrer Tür-zu-Tür Initiative, einen spannenden Ansatz zukunftsweisender Mobilität. Die Kombination von umweltschonendem Individual- und öffentlichem Verkehr verschafft optimalste Flexibilität, ohne dass man als Privatperson hohe Investitionen tätigen muss.

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Umdenken ist nötig

Für die durchschnittlich 40 km, die Pendler täglich zurücklegen, sind die Reichweiten der bereits heute angebotenen Elektrofahrzeuge völlig ausreichend. Dennoch: Wer elektrisch fährt, beginnt anders zu denken:

 

«Wo ich parke, da lade ich mein Fahrzeug.»
Claudio Pfister, Leiter Fachgesellschaft e‘mobile

Die meisten Fahrzeuge stehen stundenlang auf Parkplätzen beim Arbeitsplatz, am Bahnhof (Park&Ride) oder daheim. Auch während eines Einkaufs oder Pause auf der Autobahnraststätte steht ein Fahrzeug schon mal etwas länger auf dem Parkplatz. Standzeiten werden zu Ladezeiten, die die Reichweite der E-Autos jedes Mal wieder erhöht. In den meisten Fällen dürfte sogar dies nicht einmal nötig sein – oder tanken Sie Ihren Benzintank auch jedes Mal wieder voll, wenn Sie den Wagen irgendwo abstellen? Insbesondere am Anfang herrscht natürlich Unsicherheit, bis die neue Art und Weise des «Tankens» in Routine übergegangen ist. Doch langjährige E-Autofahrer bewegen sich mittlerweile sehr entspannt, denn sie sie nutzen die sich bietenden Gelegenheiten, ihr Fahrzeug während der Standzeiten, wenn vielleicht nicht ganz, so doch wieder für ein gutes Stück Weg aufzuladen. So lassen sich auch längere oder gar lange Strecken bewältigen. Das sogenannte «Schnarchladen» während der Nacht schont ausserdem das Budget und verlängert die Lebensdauer der Batterie. Die Batterie nicht durch Schnellladungen zu stressen bedeutet, längerfristig auch Geld zu sparen. Und, Hand aufs Herz: Wer kauft denn sein Alltagsfahrzeug schon für Ausnahmefälle?

Elektromobilität und Solarstrom

Elektrofahrzeuge machen vor allem dann Sinn, wenn sie auch mit erneuerbarem Strom angetrieben werden. Es bietet sich deshalb geradezu an, sich Gedanken darüber zu machen, den Strom gleich selbst auf dem eigenen Garagen- oder Hausdach oder –Fassade zu produzieren. Die Eigenverbrauchsoptimierung hat bei Besitzern von Photovoltaik-Anlagen deshalb hohe Priorität. Es ist äusserst kostensparend und sinnvoll, den selbst produzierten Strom auch selbst zu verbrauchen.

Probefahren macht Spass

Die Ausstellung «Elektromobilität und Solarstrom» findet in diesem Jahr an gut einem Dutzend verschiedenen Orten in der Schweiz statt. Die Verknüpfung der beiden Themen Elektromobilität und Solarstrom ergibt sich aus dem hohen Synergiepotential. Photovoltaik-Anlagen Besitzer können durch das Fahren eines Elektrofahrzeuges unter anderem ihren Eigenverbrauch optimieren.

Bevorstehende Events:
8. September, Uzwil
15. September, Turbenthal
22. September, Uetikon a. See
29. September, St. Moritz
17. Oktober, Interlaken

Das aktuelle Veranstaltungsprogramm finden Sie online:
» Ausstellungen und Probefahrten

 

» Marktübersicht energieeffizienter Fahrzeuge, kostenloser Download

» www.e-mobile.ch Informationen über energieeffiziente Mobilität

» Blog: Mythen rund um die Elektromobilität

 

Luzerner Zeitung:

» Drei Gemeindepräsidenten aus dem Kanton berichten über ihre Testwoche mit einem Elektroauto
» Autos von morgen zum Anfassen
 

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