Emissionsfreier Helikopter

Mit ihrem innovativen elektrischen Hubschrauber F-Helix haben die Techniker der Ierom SA ein Fluggerät entwickelt, das auch bei Dunkelheit und Nebel fliegen kann. Das Unternehmen des italienischen Vertikalflug-Visionärs Felice Vinati hat sich auf dem Campus der Università della Svizzera Italiana (USI) niedergelassen. Die Uni Lugano und der Flugunternehmer werden die gegenseitige Zusammenarbeit zwischen der akademischen und der Geschäftswelt in Il Litorale, einer im Zentrum Luganos angesiedelten USI-Initiative, fördern.

Die Luftfahrt steht unter Druck, doch es gibt Visionäre, die neue Lösungen sehen, die einen grossen Einfluss auf den gesamten Luftfahrtbereich haben könnten – oder zumindest auf den Vertikalflug-Sektor (VTOL - Vertical Take-Off and Landing). Das Projekt F-Helix ist ein elektrischer Hubschrauber mit Eigenantrieb, der vom italienischen Unternehmer und Visionär Felice Vinati entworfen wurde. Er hat sich mit seiner Firma Ierom SA vor kurzem bei der USI CP Start-Up etabliert und ist vor kurzem in ll Litorale «gelandet». Dort hat er einen idealen Rahmen für die Interaktion mit den Akteuren des regionalen und überregionalen Innovations-Ökosystems gefunden.

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Die Innovation des F-Helix-Projekts liegt nicht so sehr im Konzept eines selbstdrehenden oder elektrisch angetriebenen Fluggeräts – es gibt bereits ähnliche Projekte. Das Neue liegt vielmehr in der erhöhten Autorotationskapazität, die bei Flugzeugen mit mehreren Propellern, vor allem mit elektrischer Energiequelle,nicht möglich ist. Vinati will die Wasserstoffbatterie-Technologie in seinen Flugzeugen einsetzen. Diese ist viel leichter als Lithium-Batterien und auch sehr umweltfreundlich. Dies wirkt sich sowohl auf die Produktion (weniger graue Energie) als auch auf den Verbrauch (null Emissionen) aus.

«Mit Wasserstoffbatterien mit einem Gesamtgewicht von rund 280 kg und einer Leistung von 230 kW, mit nur 10 kg flüssigem Wasserstoff wird F-Helix mehr als vier Stunden in der Luft bleiben und mit vier Personen an Bord mehr als 650 km zurücklegen können», sagt Vinati.

Aber das Fluggerät verfügt über ein weiteres, ebenso innovatives Element: F-Helix wird nämlich mit einem eigenen Autopilotsystem ausgestattet sein, das 3D-Technologien und algorithmische Methoden verwendet. Dies ermöglicht es unter anderem, im Dunkeln oder bei dichtem Nebel zu fliegen, was bekanntermassen eines der grössten Probleme des Vertikalflugs ist.

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«F-Helix ist per Definition ein optional gesteuertes eVTOL mit einem propellergetriebenen Rotor», erklärt Vinati. «Tatsächlich kann er nicht nur manuell gesteuert werden, sondern dank des patentierten iTOWER-Systems und des in Entwicklung befindlichen WITP-Systems kann er auch bei schlechten Sichtverhältnissen oder sogar bei Nullsicht vollautomatisch fliegen», betont Vinati.

Der Visionär ist seit einiger Zeit im VTOL-Segment tätig. Nachdem er 1990 die italienische Firma Silvercraft erworben hatte, die für ihr Leichtflugzeug SH-4 bekannt ist und von der sich Vinati bei der Entwicklung von F-Helix inspirieren liess. Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Vertical Lift Research Centre of Excellence an der Pennsylvania State University in den Vereinigten Staaten entwickelt. Der nächste Schritt wird der Bau des ersten funktionierenden Prototyps sein. Die F-Helix soll bald auch über den Dächern des neuen Ost-Campus USI-SUPSI zu sehen sein.

 

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Veranstaltungshinweise

 

Text- und Bildquelle: USI Lugano / Ierom SA
Basisübersetzung: DeepL

 

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