Nachhaltigkeit ist das Zauberwort

Was haben Migros, Coop und Ikea gemeinsam? Sie haben sich auf die Fahne geschrieben, in Zukunft noch intensiver auf die Natur zu achten. Fair, ökologisch und vor allem nachhaltig soll ihr Angebot werden und den Energieverbrauch wollen alle massiv senken.  

Coop hat mit ihrem Engagement «Taten statt Worte» eine Reihe Versprechen zur Nachhaltigkeit formuliert. Ikea setzt u.a. auf LED-Leuchten, wassersparende Mischbatterien oder Recycling- und Photovoltaiksysteme. In Heiden realisiert die Migros ein Neubauprojekt mit einem Plus-Energie-Gebäude. Dies ist nach Zuzwil und Amriswil der dritte Supermarkt dieser Art. Die bezogene Sonnenenergie kann dort während des Tages für den Betrieb der Kühlvitrinen genutzt werden. Diese Verkaufsstellen und Lagerräume verbrauchen am meisten Energie. Im Winter werden die Räumlichkeiten dann umweltfreundlich mit der Abwärme der Kühlanlagen geheizt. 

Ausstieg aus fossilen Energien möglich

Neben den Energie-Plus-Supermärkten ist es das erklärte Ziel der Migros-Verantwortlichen, dass bis 2025 alle Schweizer Produzenten, die Früchte und Gemüse liefern, ihre Gewächshäuser erneuerbar beheizen. Dies erfolgt bis heute mehrheitlich mit Erdöl oder Erdgas. In Zukunft soll auch für jeden Verkaufsstandort der optimale Energie-Mix gefunden und umgesetzt werden. Durch diese Massnahme will man jährlich bis zu 75 000 Tonnen CO2 einsparen.

Coop hält mit

Bereits 2008 hatte sich Coop auf die Fahnen geschrieben, bis 2023 CO2-neutral zu sein. Um das zu erreichen, reduziert der Detailhandelsriese kontinuierlich den Energieverbrauch und setzt auf erneuerbare Energieträger. Zwischen 2008 und 2016 ist es so gelungen, den CO2-Ausstoss um 27,8 % zu verringern. Im April dieses Jahres hat der WWF die wichtigsten Schweizer Gross- und Detailhändler einem weiteren Umweltrating unterzogen. Coop hat sich dort gegenüber der letzten Bewertung 2015 in praktisch allen Themenfeldern weiter gesteigert. In seinem Schlussbericht hält der WWF fest, dass Coop insbesondere durch das Engagement im Bereich Forschung und Entwicklung, als auch in der Beschaffung von Produkten «richtungsweisende» Wege gehe.

Umweltfreundliche Verpackungen

Die Schreckensbilder von plastikverseuchten Meeren sollen möglichst rasch verschwinden. Nachhaltig produzierte Produkte findet man deshalb vermehrt ohne Plastikverpackung. Insbesondere im Bereich «Food» werden allseits zunehmend Netze aus Zellulose und Kartons aus Graspapier eingesetzt. Elastiktags, Aufkleber oder Verpackung aus Viscose gelangen sukzessive zum Einsatz, um auch den lauter werdenden Kundenforderungen gerecht zu werden.

Von der Agglo in die Innenstädte

Ikea als weiterer Riese des Detailhandels setzt stark auf Energieverbrauchs-Optimierungen. Eine dieser Massnahmen ist, dass sie ihre Einrichtungshäuser näher zu ihren Kunden bringen will. Bis anhin war man sich gewohnt, dass der schwedische Riese eher in Agglomerationen mit unzähligen Parkmöglichkeiten – auch mit Elektro-Ladestationen für die Kunden – zu finden ist. Nun will man (auch) die Innenstädte erobern. Mit der Initiative «people & planet positive» investiert Ikea vor allem in Aufklärungsarbeit und gemeinsames Wirken über die Grenzen hinaus. So proklamieren die Verantwortlichen schon seit 2012, dass sie «bis 2030 klimapositiv werden, Ressourcen regenerieren und gleichzeitig das Geschäft ausbauen wollen.»

 

Energie-Plus-Gebäude: Ein Gebäude, dessen jährliche Energiebilanz positiv ist. Das heisst, es gewinnt mehr Energie, als es von außen (z. B. in Form von Elektrizität, Gas, Heizöl oder Holzbrennstoffen) bezieht.

 

Globales Energiesystem mit 100% erneuerbarer Energie, (Blog)

Wer auf billig setzt, bezahlt am Ende mehr (Blog)

Multi-Energy-Hubs in Quartieren (bulletin.ch Artikel)

Wir haben uns erst auf den Weg gemacht (bulletin.ch Artikel, Gastbeitrag)

Die Sonne noch besser nutzen (bulletin.ch Artikel)

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«Energie – sonnenklar!» Photovoltaik: Technik und Infrastruktur (Info-Broschüre)

 

Veranstaltungshinweise

 

Foto: Migros Genossenschaft

 

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