Swissloop gewinnt in sechs Kategorien

Das Hyperloop-Team der ETH Zürich reiste nach Spanien, um am ersten europäischen Hyperloop Event ihre neue Transportkapsel zu präsentieren. Mit dem innovativen Antriebssystem dieses Jahres gelang es Swissloop, sechs Preise für die Schweiz zu gewinnen.

 

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Der erfolgreiche Pod des Swissloop-Teams.

Zwischen dem 19. und dem 25. Juli fand an der technischen Universität in Valencia die erste European Hyperloop Week statt. Ziel der Veranstaltung: den Austausch von Forschung und Industrie zu fördern und dabei die Implementierung von Hochgeschwindigkeitstransporten in Vakuumröhren vorantreiben. Zwei dutzend Studierenden-Teams aus der ganzen Welt präsentierten am Wettbewerb ihre Prototypen. Die Schweiz wurde vom Zürcher ETH-Team Swissloop vertreten, das auch an der Organisation des Events beteiligt war.

Nach drei erfolgreichen Teilnahmen an der SpaceX Pod Competition von Elon Musk stellten die Mitglieder von Swissloop dieses Jahr ihr Können mit ihrer neusten Transportkapsel Simon Ammann unter Beweis. Benannt nach dem Schweizer Skispringer, handelt es sich dabei um den ersten schwebenden Prototyp des Teams. Die Fachjury der EHW belohnte die Leistung des ETH-Teams mit vier von fünf technischen Awards – bestes elektronisches Subsystem, bester Antrieb, beste Levitation und bestes Gesamtdesign. Auch bei den Industriepreisen punktet Swissloop und holt die Auszeichnungen für Leistungselektronik von Nevomo und thermischem Management von Würth Elektronik.

 

z-image33Der offene Pod von oben.

Der Grund für diesen Erfolg sieht Swissloop vor allem im Motor: «Dank unserem selbst entwickelten linearen Induktionsmotor gelingt es der Transportkapsel, sich sowohl im Stillstand als auch bei Fahrten von bis zu 144 km/h rund 11 mm von der Fahrschiene abzustossen. Im Gegensatz zu den bekannten MagLev-Zügen kann der Prototyp von Swissloop so aus eigener Kraft auf herkömmlichen Aluminiumschienen schweben,» meint Kommunikationsverantwortliche Laura Bernet. Gerade in Hinblick auf kommerzielle Verwendungen spart dies viele Infrastrukturkosten und verspricht, eine nachhaltige Alternative zu Kurzstreckenflügen zu werden.

Während die Freude zum gelungenen Abschluss der zwölfmonatigen Projektsaison gross ist, hat sich Swissloop für die Zukunft noch höhere Ziele gesteckt. «Wir wollen uns nicht auf dem Erfolg ausruhen. Wir werden im September damit beginnen, eine noch innovativere Transportkapsel für die nächste European Hyperloop Week zu entwerfen», stellt Teamchef Thomas Umbach in Aussicht. «Gemeinsam mit Eurotube und Swissloop Tunneling arbeiten wir ausserdem daran, in naher Zukunft grösser angelegte Testfahrten in der Schweiz durchzuführen.»

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Facts and Figures.

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