Schweizer Wasserkraft-Statistik 2020

Am 1. Januar 2021 waren in der Schweiz 677 Wasserkraft-Zentralen mit einer Leistung grösser 300 kW in Betrieb. Das sind drei Anlagen mehr als vor einem Jahr. Die maximale mögliche Leistung ab Generator hat gegenüber dem Vorjahr um 22 MW zugenommen. Die Zunahme erfolgte aufgrund mehrerer neu in Betrieb gesetzter Kraftwerke und Erneuerungen.

Die erwartete Energieproduktion der in der Statistik der Wasserkraft geführten Kraftwerke ≥ 300 kW stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 174 GWh/Jahr auf rund 36,7 TWh/Jahr (Vorjahr: 36,57 TWh/Jahr).

Davon sind 61,5 GWh/Jahr auf 2020 neu in Betrieb gegangene Zentralen zurückzuführen. Die restliche Zunahme resultiert aus der Aktualisierung von mehrjährigen Mittelwerten, insbesondere von Kraftwerken mit stark vergletschertem Einzugsgebiet. Die erwartete Energieproduktion beträgt 21,4 TWh/Jahr für das Sommerhalbjahr und 15,3 TWh/Jahr für das Winterhalbjahr.

Die Kantone mit der grössten Produktionserwartung sind das Wallis mit 9,86 TWh/Jahr (26,8%), Graubünden mit 8 TWh/Jahr (21,7%), Tessin mit 3,6 TWh/Jahr (9,7%) und Bern 3,3 TWh/Jahr (9,1%).

Im Jahr 2020 standen 20 Zentralen mit einer geplanten Jahresproduktion von 215 GWh im Bau.

Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37,4 TWh ansteigen (Richtwert). Die Entwicklung wird im Rahmen des «Monitoring Energiestrategie 2050» beobachtet. Das Monitoring stützt sich auf die vorliegende Statistik der Wasserkraft. Für das Monitoring wird jedoch von der erwarteten Energieproduktion gemäss Statistik der wirkungsgradbereinigte Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen und danach die effektive Produktion der kleineren Wasserkraftwerke < 300 kW addiert (die effektive Produktion der Wasserkraftwerke < 300 kW nahm 2020 um 1 GWh/Jahr zu). Für das Monitoring ergibt sich damit für 2020 eine durchschnittliche inländische Produktion von 36'274 GWh/Jahr (+137 GWh/Jahr gegenüber dem Vorjahr).

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