Was bringt der neue WLAN-Standard?

Mit dem neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6 (WLAN AX) profitieren Anwender von diversen Verbesserungen, auch wenn noch kein Wi-Fi-6-kompatibles Gerät im Haushalt vorhanden ist. Beispielsweise von einer deutlich intelligenteren Zuteilung der Bandbreite unter den vielen WLAN-Geräten im Haus, die den Akku-Verbrauch bei mobilen Geräten reduziert, eine deutlich höhere Datendurchsatzrate auch im 2,4-GHz-Band gekoppelt mit einer reduzierten Latenz und schliesslich mehr Sicherheit durch das neue WPA3-Verschlüsselungsverfahren. Netzspezialist AVM erläutert dies und vertreibt mit der FRITZ!Box Cable 6660 seinen ersten Router mit Wi-Fi 6 in der Schweiz.

Die Internetgeschwindigkeiten steigen, Streaming-Dienste nehmen zu, und die Menschen nutzen zu Hause immer mehr WLAN-Geräte. Die Wi-Fi Alliance prognostizierte bereits im Mai 2019, dass bis Ende 2020 global im Schnitt bis zu 50 WLAN-Geräte (vom Smartphone bis zum Kühlschrank) in Haushalten mit dem Internet verbunden sein könnten. Eine Steigerung, die hohe Anforderungen mit sich bringt. Das neue WLAN 802.11ax meistert diese mit vielen Weiterentwicklungen. Der als Wi-Fi 6 bekannte neue Standard bringt tatsächlich eine bessere Versorgung aller WLAN-Geräte in besonders dichten WLAN-Umgebungen. Deutlich höhere Datendurchsätze bei längeren Akkulaufzeiten für mobile Geräte sind eine ebenso willkommene Verbesserung wie eine reduzierte Latenz bei Echtzeitanwendungen dank effizienterer Nutzung des Funkspektrums. Schon deshalb lohnt sich die Entscheidung für einen Router mit WLAN AX trotz bisher noch kleiner Auswahl an verfügbaren Endgeräten mit Wi-Fi 6: Der neue WLAN-Standard ist abwärtskompatibel. Anwender müssen also nicht gleich neue Geräte anschaffen, um von den Vorzügen dieser neuen WLAN-Technologie zu profitieren.

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Ein grosser Sprung bei WLAN-Geschwindigkeiten in beiden Frequenzbändern

Seit der Veröffentlichung des Standards WLAN 802.11n (Wi-Fi 4) vor einem Jahrzehnt blieben Verbindungseigenschaften und Datenraten im 2,4-GHz-Frequenzband weitgehend konstant. Neuerungen und Verbesserungen gab es hauptsächlich für das 5-GHz-Band. Von Wi-Fi 6 profitieren nun auch Geräte, die nur via 2,4 GHz Daten übertragen können: Neben mehr Kapazitäten für viele gleichzeitige Verbindungen sind durch die bessere Funkwellenmodulation bis zu 25% mehr Durchsatz auf dem stark genutzten Frequenzband möglich. Umso interessanter ist diese Entwicklung vor allem wegen der immer grösser werdenden Zahl an Haushalts- und kleinen Zusatzgeräten mit integriertem WLAN (etwa Smart-Speaker, Staubsaugerroboter und Smart-Watch), da diese häufig nur das 2,4-GHz-Band unterstützen.

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Doch Wi-Fi 6 verbessert die Performance des WLANs insgesamt. Dafür sorgt die Multi-User-MIMO-Technologie verbunden mit OFDMA («Orthogonal frequency-division multiple access»), einem neuen, auch im Mobilfunk verwendeten Verfahren. OFDMA bewirkt eine effizientere Ausnutzung der Funkkanäle und führt somit zu mehr Bandbreite je Datenstrom. Von der besseren Reaktionszeit profitieren Echtzeitanwendungen wie Gaming, Videokonferenzen oder Virtual Reality. Endgeräte können Datenpakete schneller austauschen, bis zu acht gleichzeitige Streams sind möglich. Geräte mit WLAN 802.11ac (Wi-Fi 5) profitieren sogar von einer Steigerung des Datendurchsatzes um bis zu 40%.

Höhere Akkulaufzeiten und mehr Sicherheit

Auch die Akkulaufzeiten von Smartphone und Co profitieren vom neuen Wi-Fi 6. Intelligente Aufwachmechanismen («Target Wake Time») justieren, wie lange die Geräte zwischen den Übertragungen im Ruhemodus verweilen können – das spart Energie.

Eine noch bessere Absicherung der übertragenen Daten bietet des Weiteren der neue Verschlüsselungsstandard WPA3, der zum Beispiel bei FRITZ!Box-Geräten mit Wi-Fi 6 bereits ab Werk enthalten sein wird.

Text- und Bildquelle: AVM

 

 

 

 

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